Was passiert mit Aktien wenn der Euro zusammenbricht?

Im Vorfeld der Bundestagswahlen wird der Zusammenbruch des Euros nicht mehr ausschließlich hinter verschlossenen Türen diskutiert. EZB-Chef Mario Draghi beteuert, dass die Märkte darauf vertrauen, dass die europäische Gemeinschaftswährung ein sicheres und stabiles Zahlungsmittel bleibt.

Falls Sie einen Teil Ihrer Ersparnisse in Aktien investiert haben, fragen Sie sich bestimmt, was passiert mit Aktien, wenn der Euro zusammenbricht? Diese Frage stellen sich immer mehr Menschen, und zwar nicht ausschließlich in den bekannten Krisenländern, sondern auch in Frankreich, Österreich und Deutschland.

Das Euro Crash-Szenario

Was passiert mit Aktien, wenn der Euro zusammenbricht? Bei den Regierungen, Geheimdiensten, Militär, Banken, Versicherungen und großen Konzernen liegen Pläne für den Fall, dass die Gemeinschaftswährung doch scheitert, bereits in den Schubladen – und zwar schon seit längerer Zeit. Normalbürger wie Sie wissen bis jetzt noch nichts davon. Worauf müssen Sie gefasst sein?

An den Finanzmärkten bricht Panik aus. Aktienkurse werden steil auf Talfahrt gehen. Viele Banken werden ebenfalls zusammenbrechen. Durch die Verknüpfung politischer, sozialer und wirtschaftlicher Zusammenhänge kommt es in den Euro-Ländern zur Hyperinflation.

Dies alles wird ohne Vorwarnung und plötzlich passieren. Wenn es so weit ist, hat niemand mehr die Möglichkeit, seine Sachwerte oder Ersparnisse in Sicherheit zu bringen.

Wirtschaft und internationaler Handel brechen ein

Was passiert wenn der Euro "ausseinanderbricht"?

Was passiert wenn der Euro „ausseinanderbricht“?

In den folgenden 12 Monaten wird die Wirtschaft in Deutschland um 10 Prozent rückläufig sein. Der internationale Handel bricht zusammen. Die Preise für alltägliche Gebrauchsgegenstände, Medikamente, Kleidung und Lebensmittel steigen um ein Vielfaches. Autofahren ist wegen der hohen Benzinpreise für die meisten Bürger unbezahlbar. Aufgrund der durch die Inflation bedingten Konsumzurückhaltung sind die Produktionskapazitäten in den Unternehmen nicht ausgelastet.

Sehr viele Firmen gehen pleite und müssen schließen. Die Arbeitslosenzahl wird auf rund 10 Millionen steigen. Personen, die ihre Arbeit behalten, müssen mit drastischen Lohnkürzungen rechnen. Renten werden gekürzt, während die Sozialversicherungsbeiträge erhöht werden. Einlagen privater Rentenversicherungen werden zugunsten der gesetzlichen Rentenversicherung beschlagnahmt.

Hartz-IV-Empfänger erhalten plötzlich keine Leistungen mehr. Ebenfalls betroffen von den Kürzungen ist der Mittelstand. Dieser verarmt kontinuierlich. Straftaten nehmen zu. Medikamente sind für die meisten Menschen nicht mehr bezahlbar. Es kommt zu Massendemos, Aufständen, Unruhe. Ein Bürgerkrieg kann nicht ausgeschlossen werden.

Neue Währung als Ausweg?

Zur Währungsreform kommt es, wenn die Hyperinflation ihren Höhepunkt erreicht hat. Die neue Währung wird über Nacht eingeführt. Mit der Einführung der neuen Währung ist eine Enteignung der Bevölkerung verbunden. Was passiert mit Aktien, wenn der Euro zusammenbricht?

Die Währungsreform wird an den Börsen erneut ein kräftiges Beben verursachen. Besonders stark betroffen sind die Aktien der südeuropäischen Länder, die zu einer schwächeren Währung zurückkehren müssen. Auch wenn Sie europäische Bankaktien kaufen, müssen Sie mit kräftigen Kursverlusten rechnen. Langfristig können Sie davon ausgehen, dass zumindest die Aktien exportstarker Länder Südeuropas wieder an Wert gewinnen. S

olche Kandidaten sind beispielsweise der Automobilhersteller Fiat, das portugiesische Unternehmen Portucel und die spanische Firma Tecnicas Reunidas. Englische Aktien dagegen würden beim Zusammenbruch des Euros an Wert gewinnen.

Tipps für Anleger

Wenn der Euro zusammenbricht, scheiden die meisten Aktien als sichere Geldanlage aus. Aus diesem Grund sollten Sie maximal ein Drittel Ihrer Ersparnisse in Aktien investieren. Im Falle einer Waehrungsreform sind Ihre Ersparnisse am Besten in Immobilien angelegt. Experten empfehlen Ihnen, unsichere Aktien zu verkaufen und mit dem Erlös eine Immobilie zu finanzieren. Zusätzlich können Sie fuer einen Teil Ihrer Ersparnisse Edelmetalle (Silber, Gold, Platin) kaufen.

Falls Sie weiterhin Aktien behalten möchten, sollten Sie den folgenden Tipp berücksichtigen: Damit Ihre Aktien einen Euro Crash und die Währungsreformen unbeschadet überstehen, müssen Sie solide Aktien in Ihrem Depot haben.

Empfohlen werden können Ihnen stellvertretend an dieser Stelle Aktien der Unternehmen Unilever, Nestlé, Adidas und ABB. Auf keinen Fall sollten Sie Aktien in Ihrem Depot haben, von denen Sie keinen blassen Schimmer haben.

Juni 09, 2017
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